Ja zum Kindeswohl und Nein zur „Ehe für alle“

Eine Zusammenstellung der aktuellen Forschung

Christl Ruth Vonholdt

Mit der „Ehe für alle“ ist ein volles Adoptionsrecht für schwul oder lesbisch lebende Paare verbunden sowie der ungehinderte Zugang zu Samenspende und künstlicher Befruchtung für lesbische Paare. Der folgende Artikel beleuchtet die „Ehe für alle“ aus der Perspektive des Kindeswohls (UN Kinderrechtskonvention).

I. Gleichgeschlechtliche Anziehung ist nicht biologisch festgelegt

1) Gleichgeschlechtliche Anziehung ist nicht biologisch festgelegt
2) Spontane Veränderungen nicht-heterosexueller Anziehungen sind häufiger als früher angenommen
3) Personen mit gemischter Anziehung sind die weitaus größte Gruppe unter den sexuellen Minderheiten

II. Das Kindeswohl hat Vorrang

1) Die „kein Unterschied“ These ist nicht haltbar
2) Neue repräsentative Studien zeigen erhebliche Unterschiede
3) Das Mitleben von Kindern erhöht die Instabilität lesbischer Partnerschaften
4) Kinder brauchen Mutter und Vater
5) Weitere aktuelle Studienergebnisse
6) Erwachsene Kinder aus gleichgeschlechtlichen Familien bezeichnen sich häufiger selbst als homosexuell
7) Sind Kinder, die in einem homosexuellen Umfeld aufwachsen, häufiger der Gefahr sexueller Übergriffe ausgesetzt?
8) Die Minderheiten-Stress-Theorie ist nicht haltbar

III. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Verhaltensmerkmale

1) Rivalität bei zwei Gleichen
2) Gewalt in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften
3) Promiskuität bei schwulen Männerpaaren

IV. Die „Ehe für alle“ in Kita und Schule

V. Gefährdung von Meinungs- und Religionsfreiheit

VI. Nachtrag: UN-Kinderrechtskonvention

I. Gleichgeschlechtliche Anziehung ist nicht biologisch festgelegt

1) Ein Dreh- und Angelpunkt für die Entscheidung des obersten Gerichts in den USA, die gleichgeschlechtliche Ehe einzuführen, war, dass eine gleichgeschlechtliche Anziehung eine „unveränderliche Natur“ darstelle. Diese Vorstellung kann wissenschaftlich nicht gestützt werden. 

Nach Auswertung aller wissenschaftlich relevanten Quellen aus den Bereichen Gen-, Hirn-, Zwillings- und Hormonforschung – insgesamt knapp einhundert Quellen –  kommen die Wissenschaftsforscher Lawrence Mayer und Paul McHugh (2016) zu dem Schluss:

“Die Vorstellung, dass sexuelle Orientierung etwas Unveränderbares, biologisch Festgelegtes ist – die Vorstellung also, dass Menschen ‘so geboren’ sind – kann wissenschaftlich nicht gestützt werden.”[1]

Im Jahr 2019 wurde die bisher umfangreichste genetische Studie mit fast 500.000 Teilnehmern, Männer und Frauen, veröffentlicht. Sie zeigt, dass genetische Einflüsse nur eine kleine Rolle in der Entwicklung homosexueller Anziehung spielen. Die größte Rolle spielen das individuell erlebte Umfeld und die Lebenserfahrungen einer Person.[2]

Die Forscher schreiben: „Es ist nicht möglich, das sexuelle Verhalten oder die sexuelle Orientierung einer Person aus der DNA vorherzusagen oder zu identifizieren. Wenn man die Genetik einer Person kennt, kann man daraus ebenso gut auf das sexuelle Verhalten dieser Person schließen, als wenn man gar keine genetischen Informationen von ihr hat.”[3]

Repräsentative Zwillingsstudien[4] bestätigen: Die genetischen Einflüsse sind gering.

Zudem sind alle genetischen Einflüsse indirekt, vergleichbar etwa mit der angeborenen Neigung, sehr sensibel auf soziale Umwelteinflüsse zu reagieren.

Insgesamt können biologische Faktoren[5] – im Sinn einer Prädisposition – möglicherweise zu einer größeren Offenheit für eine homosexuelle Entwicklung führen. Sie legen diese Entwicklung aber nicht fest.

Den größten Einfluss haben individuell erlebte soziale Umwelteinflüsse. Auch hier gibt es keinen Faktor, der die Entwicklung festlegen würde. Zu diesen Einflüssen gehören:

  • – Beziehungsdynamiken in der Beziehung des Kindes zu den Eltern, insbesondere frühe Bindungsverletzungen;
  • – sexueller Missbrauch;
  • – sexuelle Konditionierung durch Erfahrungen in der Kindheit;
  • – außerdem: feministisch-politische Lebensstil-Entscheidungen.[6]

2) Sexuelle Orientierung ist nicht in Stein gemeißelt – spontane Veränderungen nicht-heterosexueller Anziehungen sind häufiger als früher angenommen

Neue Langzeit-Studien weisen darauf hin, dass spontane Veränderungen von nicht-heterosexuellen Orientierungen häufiger sind als früher angenommen. Man spricht hier von der Fluidität der sexuellen Orientierung. Oft haben solche Veränderungen mit neuen Erfahrungen, neuen Lebensumständen zu tun. Sie unterstreichen aber nochmals die Tatsache, dass gleichgeschlechtliche Gefühle nicht einfach angeboren sind. 
In der Zeitschrift für Sexualforschung heißt es:

„Die These einer starren, unveränderbaren sexuellen Orientierung wurde in letzter Zeit… in Frage gestellt… Sexuelle Orientierung entwickelt sich kontinuierlich und wird dabei von individuellen, sexuellen und emotionalen Erfahrungen, sozialen Interaktionen und kulturellen Rahmungen beeinflusst.“[7]

Die Sexualforscherin und lesbisch lebende Psychologin Lisa Diamond befindet: „Argumente, die auf der Unveränderlichkeit von sexueller Orientierung basieren, sind unwissenschaftlich, wenn wir berücksichtigen, was die heutigen, repräsentativen Langzeitstudien sagen.“[8] 

Danach erleben 25% bis 75% aller Personen mit nicht-heterosexueller Attraktion im Lauf ihres Lebens Veränderungen in ihrer sexuellen Anziehung. In den meisten Fällen geschieht das in Richtung Heterosexualität.[9] 

Noch einmal Diamond: “Die internationale Forschung bezüglich Anziehung, Verhalten, Identität zeigt in repräsentativen Daten von Jugendlichen und Erwachsenen, dass sexuelle Orientierung kein statisches, kategoriales Merkmal ist. Vielmehr zeigt gleichgeschlechtliche Sexualität substantielle Fluidität sowohl bei Frauen wie bei Männern.”[10]

Robin Savin-Williams, Psychologe und LGBT-Aktivist befindet: “Die Instabilität von homosexueller romantischer Anziehung und Verhalten ist ein Dilemma für Sexualforscher, die die Nicht-Heterosexualität als ein stabiles Merkmal darstellen.“[11]

Auch die heterosexuelle Orientierung ist nicht in Stein gemeißelt. Sie aber weitaus stabiler als jede nicht-heterosexuelle Orientierung.

3) Personen mit „nicht-exklusiver“, also gemischter oder „bisexueller“ Anziehung (sowohl heterosexuell als auch homosexuell) sind die weitaus größte Gruppe unter den sexuellen Minderheiten – nicht Personen mit rein homosexueller Anziehung.

Umfangreiche Daten zeigen: Unter den sexuellen Minderheiten ist die Gruppe der „Bisexuellen“, also die Gruppe derjenigen mit „gemischter Anziehung“ – sowohl heterosexuelle als auch homosexuelle Anziehung (oft nicht halb/halb, sondern in unterschiedlicher Mischung) – wesentlich größer als die Gruppe derjenigen mit nur gleichgeschlechtlicher Anziehung.
Lisa Diamond schreibt über sexuelle Minderheiten: “Die übliche Annahme, eine exklusiv-gleichgeschlechtliche Anziehung sei der Prototyp bei den sexuellen Minderheiten, und Personen mit bisexuellen Anziehungsmustern seien die Ausnahme, ist falsch. Das Gegenteil stimmt: Personen mit nicht-exklusiven Anziehungsmustern sind die ‘Norm’; Personen mit exklusiven Anziehungen sind die Ausnahme.”[12]

Wenn es bei einer „Ehe für alle” um „gleiche Rechte“ für sexuelle Minderheiten gehen soll, müsste zuerst eine Ehe für Personen mit gemischter Attraktion legalisiert werden, also eine Ehe zu dritt – denn gemischte Attraktionen sind die Norm unter den sexuellen Minderheiten.

Wenn die Ehe für zwei Männer oder zwei Frauen legalisiert wird, warum sollte man dann die Ehe für drei Männer oder für einen Mann und zwei Frauen ablehnen?

In den USA passiert derzeit genau das: Die wichtigste englischsprachige sexualwissenschaftliche Zeitschrift hat eine ganze Ausgabe der Akzeptanz der „einvernehmlichen Non-Monogamie“ gewidmet. Ziel ist es, Personen, die „Beziehungsanarchie“ (relationship anarchy) oder Polyamorie leben, als gleichberechtigte, gesetzlich geschützte sexuelle Minderheit anzuerkennen. Sie sollen vor „Diskriminierung“, „Stigma“ und „Minderheitenstress“ geschützt werden und dieselben rechtlichen Vorteile erhalten wie jetzt die Ehe: Familienkrankenversicherung, Wohnungsbauförderung, Diskriminierungsverbot im Arbeitsrecht, steuerliche Vorteile usw.[13]

In den Niederlanden wird die 4-Eltern-Familie propagiert: Das Kind lebt die Hälfte der Woche bei zwei Müttern, die andere Hälfte der Woche bei zwei Vätern.[14]

II. Das Kindeswohl hat Vorrang

1) Die „kein Unterschied“ These ist nicht haltbar

Mantrahaft wird behauptet, es mache “keinen Unterschied” für das Wohl des Kindes, ob es nun bei Mutter und Vater oder bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachse.  Immer wieder wird der Satz von Charlotte Patterson (2005) zitiert: „Keine einzige Studie fand, dass Kinder von lesbischen oder schwulen Eltern in irgendeiner signifikanten Weise im Vergleich zu Kindern von heterosexuellen Eltern benachteiligt waren.“[15] Patterson ist Psychologin  und Beraterin der einflussreichen American Psychological Association (APA). Mit diesem Satz fasste sie 59 kleine Studien zusammen; ihre Zusammenfassung wurde in einer Broschüre der APA veröffentlicht und diese stellte eine wichtige politische Weichenstellung dar.

Aber entspricht Pattersons Einschätzung den Fakten?

Der Sozialwissenschaftler Loren Marks (und spätere andere Wissenschaftler) setzte sich mit dieser Aussage auseinander[16] und kam zu dem Schluss, dass Patterson zwar viele kleine Studien gesammelt hatte, dass aber keine einzige davon eine allgemeine, repräsentative Aussage über die gleichgeschlechtliche Familie machen konnte.[17] Die allermeisten dieser Studien hatten erhebliche methodische Mängel, beispielsweise: Kleine, ausgewählte, nicht repräsentative (biased) Stichproben; die Teilnehmer wurden über LGBT-Netzwerke ausgewählt; gleichgeschlechtlich lebende Mütter berichteten Positives über ihre Kinder; Kinder berichteten Positives über ihre gleichgeschlechtlichen Eltern (Kinder schützen in der Regel ihre Eltern); keine unabhängige Evaluierung der Entwicklung der Kinder (sozial, psychisch, psychosexuell); klassische Fragen zum Kindeswohl (Bildung, Arbeitsmarktbeteiligung, frühe Schwangerschaften, Drogen-, Alkoholkonsum) wurden nicht gestellt; Kontrollgruppe fehlte oder war nicht klar definiert.[18]

Und es gab bereits damals die australische Studie von Sarantakos (1996).[19] Sie wies zahlreiche negative Auswirkungen im psychischen und sozialen Bereich für Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern nach. Die Studie war methodisch gut: Sie hatte eine relativ große Stichprobe (174), zwei klar definierte Kontrollgruppen, verließ sich nicht vorwiegend auf Elternangaben und untersuchte die kindliche Entwicklung im psycho-sozialen und im Schulbereich mithilfe objektiver Kriterien.

In der Studie wurden jeweils 58 Kinder aus drei Elternkonstellationen miteinander verglichen. Kinder, die bei verheirateten heterosexuellen Paaren lebten, schnitten in der Schule besser ab – sowohl im fachlichen als auch im sozialen Bereich – gefolgt von den Kindern, die mit nicht-verheirateten heterosexuellen Paaren lebten. Erst an dritter Stelle folgten Kinder, die bei homosexuellen Paaren lebten. In acht von neun Kategorien, zu denen Lehrer befragt wurden (u.a. sprachliche und mathematische Fähigkeiten, Sport, Lernverhalten), erreichten die Kinder von heterosexuellen, verheirateten Eltern die besten Ergebnisse. Auskunft über das Wohlergehen der Kinder erhielt Sarantakos in erster Linie von den Lehrern (Prüfungen, schriftliche Arbeiten, Beobachtungen) und erst danach, soweit erforderlich, von den Eltern und Kindern.

Warum berücksichtigte Patterson diese Studie in ihrer Zusammenfassung nicht?

In einer weiteren Studie (2000) berichtet Sarantakos über höheren Alkohol- und Drogenkonsum bei Kindern aus gleichgeschlechtlichen Familien.[20] 

In der einzigen deutschen Studie[21] wurden die Aussagen von 866 Erwachsenen, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen und mit Kindern lebten, ausgewertet: 93% Frauen, nur 7% Männer. 92% der mitlebenden Kinder lebten seit der Geburt bei einem leiblichen Elternteil (fast immer die Mutter, die jetzt lesbisch lebte). Befragt wurden außerdem 95 Kinder bzw. Jugendliche im Alter zwischen 10 und 19 Jahren (Durchschnittsalter 14 Jahre). Sie wurden von ihren gleichgeschlechtlichen Eltern für diese Befragung ausgewählt. Fast alle diese befragten Kinder (93%) lebten bei der leiblichen Mutter. Die meisten von ihnen (78%) stammten aus einer früheren heterosexuellen Partnerschaft der Mutter und hatten im Mittel die ersten 5 Jahre gemeinsam mit Mutter und Vater verbracht! Zum Zeitpunkt des Beginns der Regenbogenfamilie waren sie im Mittel 7,6 Jahre alt. 66% hatten zum Zeitpunkt der Befragung eine Beziehung zum leiblichen Vater. Eine solche Studie ist nicht aussagekräftig für die Frage, ob Kinder bei gleichgeschlechtlichen Eltern genauso gut aufwachsen wie bei Mutter und Vater. Entscheidende Entwicklungsjahre hatten die 95 befragten Kinder mit Vater und Mutter verbracht. Und die positiven Aussagen der Mütter über ihre Kinder sind zwar verständlich, für allgemeine sozialpolitische Entscheidungen, die das Kindeswohl betreffen, aber nicht brauchbar. Nach Veröffentlichung der Studie behauptete die damalige deutsche Justizministerin Zypries: „Nach den Ergebnissen der Studie ist das Kindeswohl in Regenbogenfamilien genauso gewahrt wie in anderen Lebensgemeinschaften. …Kinder entwickeln sich bei zwei Müttern oder zwei Vätern genauso gut wie in anderen Familienformen.“[22] Für diesen Satz liefert die Studie keinerlei Belege.

2) Neue Studien, die auf repräsentativen Datensammlungen beruhen, zeigen Unterschiede

Neue, wissenschaftlich valide, auf repräsentativen Datensätzen beruhende Studien kommen zu dem Schluss, dass es Kindern mit gleichgeschlechtlichen Eltern psychisch schlechter geht als Kindern, die mit gegengeschlechtlichen Eltern aufwachsen. Meist haben Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern eine mindestens doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, an psychischen Problemen zu leiden.[23]

Im Folgenden sind aktuelle Studien, die auf repräsentativen Datensätzen beruhen, zusammengefasst:

a) Michael Rosenfeld (2010)[24] verglich anhand von repräsentativen Volksbefragungsdaten die schulische Entwicklung von Kindern aus schwulen/lesbischen Familien mit denen aus heterosexuellen Familien. Er kam zu dem Schluss, dass es keine signifikanten Unterschiede gibt. Es stellte sich dann aber heraus: Bei der Klassifikation der Volksbefragungs-Daten hatte es einen Kodierungsfehler gegeben: Mehr als 40% der als gleichgeschlechtlich-kodierten Paare waren in Wirklichkeit gegengeschlechtliche Paare.

b) Douglas W. Allen (2012)[25] nutzte denselben Datensatz wie Rosenfeld, wählte aber ein anderes methodisches Vorgehen und neue Kontrollgruppen. Er fand negative Auswirkungen für die Kinder aus gleichgeschlechtlichen Familien, insbesondere in Bezug auf die schulische Entwicklung.

c) Paul Sullins (2015)[26] re-evaluierte drei auf denselben, repräsentativen Langzeit-Daten beruhenden Studien von Wainright, Russell und Patterson (2004, 2006, 2008)[27]
Sullins fand zunächst heraus, dass mehr als die Hälfte der Stichprobe falsch kodiert war. Mehr als die Hälfte der Daten war kodiert als „Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern“; in Wirklichkeit waren es Kinder mit heterosexuellen Eltern.[28] In den drei Studien gab es weitere Ungereimtheiten, z.B. ein „Verschwinden von Daten“.[29] Wainright hatte auch sechs Teenager nicht berücksichtigt, die bei schwulen Paaren aufwuchsen, mit der Begründung, „die Interpretation der Ergebnisse zu vereinfachen.“[30]
Nach Berichtigung der verschiedenen Daten- und Auswertungsfehler zeigten sich bei den meisten Parametern (siehe unten) negative Auswirkungen für Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern aufwuchsen im Vergleich zu denen, die bei gegengeschlechtlichen Eltern aufwuchsen
.[31]
Sullins wertete dann die Daten weiter aus, indem er sie nicht nur in zwei, sondern in vier Gruppen einteilte: gegengeschlechtlich verheiratete Eltern, gegengeschlechtlich nicht-verheiratete Eltern; gleichgeschlechtlich verheiratete Eltern (Selbstzuschreibung der Paare), gleichgeschlechtlich nicht-verheiratete Eltern. Die untersuchten Parameter bei den Kindern waren u.a.: depressive Symptome, Unglücklichsein, negative zwischenmenschliche Beziehungen, Ängstlichkeit, Notendurchschnitt und die Frage, ob ein Mädchen jemals zu Sex gezwungen wurde.
Bei den Kindern mit gegengeschlechtlichen Eltern schnitten diejenigen mit verheirateten Eltern besser ab als diejenigen mit nicht-verheirateten Eltern.
In den gleichgeschlechtlichen Familien war es umgekehrt: Die Kinder mit gleichgeschlechtlich-verheirateten Eltern hatten fast doppelt so häufig depressive Symptome, fühlten sich fast dreimal so häufig unglücklich, waren ängstlicher, weinten viel häufiger, ihr Notendurchschnitt war schlechter – jeweils verglichen mit den Kindern mit gleichgeschlechtlich nicht-verheirateten Eltern.[32]
Alle sexuell aktiven Mädchen mit verheirateten gleichgeschlechtlichen Eltern (alles lesbische Familien) waren irgendwann in ihrem Leben schon von irgendjemandem zu sexuellen Handlungen gezwungen worden.
Im Durchschnitt lebten die Kinder in gleichgeschlechtlich verheirateten Familien seit 10 Jahren mit; in den gleichgeschlechtlich nicht-verheirateten Familien lebten die Kinder im Durchschnitt erst seit 4 Jahren mit. Sullins: „Je länger ein Kind mit gleichgeschlechtlichen Eltern lebte, desto nachteiliger war es für das Kind.“[33]

d) In einer weiteren Studie nutzte Paul Sullins (auch 2015)[34] die repräsentativen Daten aus dem „National Health Interview Survey“ (NHIS, 1997-2013), einer in den USA jährlich durchgeführten standardisierten Befragung von 35.000 – 40.000 Haushalten. Die Datenanalyse ergab:
Verglichen mit gegengeschlechtlichen Eltern hatten Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit für:
– emotionale Probleme, einschließlich Depressionen und Ängste;
– Probleme in den Beziehungen mit Gleichaltrigen;
– Konzentrationsschwierigkeiten.
Kinder aus gleichgeschlechtlichen Familien hatten im vergangenen Jahr doppelt so häufig einen Arzt wegen psychischer Probleme aufgesucht und doppelt so häufig Medikamente für ein psychisches Problem eingenommen – im Vergleich zu Kindern aus gegengeschlechtlichen Familien.
Die Daten zeigen zwar, dass soziale Stigmatisierung (Ausgrenzung, Schikane, Hänseleien) ein Faktor für das Auftreten psychischer Probleme bei den Kindern war. Allerdings hatten 19,2% der Kinder aus gegengeschlechtlichen Familien soziale Stigmatisierung durch Gleichaltrige erlebt verglichen mit nur 15,1% der Kinder, die bei gleichgeschlechtlichen Eltern lebten.[35]

e) In einer ganz aktuellen Studie wertete Paul Sullins (2021)[36] die repräsentativen Daten aus dem „National Health Interview Survey“ (NHIS) von 2008 bis 2018 aus. Die untersuchten Parameter betreffen die psychische, psychosoziale und schulische Entwicklung der Kinder (Lernschwierigkeiten, ADHS, Klasse wiederholen). Sullins vergleicht Kinder aus drei Familienformen (siehe Tabelle 1):
– Mann-Frau-Ehe (biologische Eltern des Kindes, miteinander verheiratet)
– Gleichgeschlechtliche Eltern, zusammenlebend
– Gleichgeschlechtliche Eltern, miteinander verheiratet

Tabelle 1: P. Sullins 2020. Daten statistisch repräsentativ für Kinder (USA): N=133 (Eltern gleichgeschlechtlich verheiratet; N=292 (Eltern gleichgeschlechtlich zusammenlebend); N=51.565 (Mutter-Vater-intakt verheiratet). Die Ergebnisse in den gleichgeschlechtlichen Kategorien unterscheiden sich signifikant von den Mutter-Vater Familien auf dem 0,5 Level oder stärker.

 Die Ergebnisse sind in der Tabelle 1[37] zusammengefasst:

In allen Bereichen schneiden Kinder, die mit ihren biologischen (leiblichen), verheirateten Eltern, also mit Vater und Mutter, aufwachsen, deutlich besser ab als Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern.

In sechs der sieben Bereiche schneiden Kinder mit gleichgeschlechtlich verheirateten Eltern nochmals deutlich schlechter ab als Kinder mit gleichgeschlechtlich nicht-verheirateten Eltern.

Bildung und Einkommen waren bei den gleichgeschlechtlich verheirateten Paaren übrigens höher als bei den Mutter-Vater-verheirateten Paaren.[38]

Laut P. Sullins zeigen auch weitere Studien, dass Kinder, deren gleichgeschlechtliche Eltern miteinander verheiratet sind, mehr psychische Probleme haben als Kinder, deren gleichgeschlechtliche Eltern lediglich zusammenleben. In 2017 re-evaluierte Sullins die Daten einer Studie von Reczek (2016) und fand heraus: Verglichen mit der Mutter-Vater-Familie hatten Kinder, deren gleichgeschlechtliche Eltern lediglich zusammenleben eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, an psychischen Problemen zu leiden. Verglichen mit der Mutter-Vater-Familie hatten Kinder, deren gleichgeschlechtliche Eltern miteinander verheiratet sind, eine mehr als viermal so hohe Wahrscheinlichkeit, an einem psychischen Problem zu leiden.[39]

Zusammenfassung
Bei den meisten der erhobenen Parameter – psychische, psychosoziale und schulische Probleme – haben Kinder, die mit gleichgeschlechtlichen Eltern aufwachsen, eine mehr als doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, an diesen Problemen zu leiden.

Zusätzlich haben Kinder mit gleichgeschlechtlich-verheirateten Eltern eine höhere Wahrscheinlichkeit, an diesen Probleme zu leiden als Kinder, deren gleichgeschlechtlich lebende Eltern nicht miteinander verheiratet sind.[40]

Zur Erinnerung: Diese Daten stammen aus repräsentativen Umfragen, was methodische Probleme unwahrscheinlicher macht.

Die Erwartung, die Einführung einer gleichgeschlechtlichen Ehe würde mitlebenden Kinder mehr psychische Sicherheit geben, hat sich nicht erfüllt. Im Gegenteil.

Warum leiden Kinder aus gleichgeschlechtlich verheirateten Familien noch stärker als Kinder aus gleichgeschlechtlich nicht-verheirateten Familien?

Möglicherweise liegt der Grund darin, dass die gleichgeschlechtlich verheiratete Familie noch weiter von der natürlichen, biologischen Mutter-Vater-Familie entfernt ist. Gleichgeschlechtlich verheiratete Eltern tragen vielleicht noch stärker das Anliegen der LGBTQ-Bewegung weiter, dass nämlich die gleichgeschlechtliche Familie eine in jeder Hinsicht gleichwertige Alternative zur Mutter-Vater-Familie sei. Vielleicht sind die Kinder in diesen Familien noch häufiger durch Samenspende oder  Leihmutterschaft[41] entstanden, haben nie ihren Vater oder ihre Mutter kennengelernt.

Das Familienmodell der gleichgeschlechtlichen Familie mutet dem Kind neben der vorsätzlichen, strukturellen Mutter- oder Vaterentbehrung noch eine weitere Verletzung zu: Kinder mit alleinstehender Mutter oder Vater dürfen wissen, dass jemand in der Familie fehlt. Sie können die Lücke betrauern und damit konstruktiv verarbeiten. LGBTQ-Verbände behaupten allerdings, dass dem Kind nichts fehlt. Die alternative Familie mit zwei Müttern oder zwei Vätern sei eine „komplette“ Familie. Wer anderes behauptet, diskriminiere die neue Familienform. Hier widerfährt dem Kind das zweite Unrecht: Nicht nur leidet es an der Vater- oder Mutterentbehrung – es kann diesen Verlust weder benennen noch betrauern. Damit bleibt die Wunde abgespalten und kann nicht heilen. – Es geht also beim Adoptionsrecht nicht darum, ob homosexuell lebende Eltern gut für Kinder sorgen können, es geht um die Familienstruktur, um die Präsenz des Weiblichen und des Männlichen in der Familie. Wo eines davon tragischerweise und ungeplant fehlt, muss dies vom Kind betrauert werden können. Wo dies strategisch verhindert wird, leidet das Kind doppelt.

Sullins fand in seiner Forschung, dass die Kinder aus den gleichgeschlechtlich verheirateten Familien im Schnitt schon viel länger in dieser Familienform mitlebten als die Kinder aus den gleichgeschlechtlich nicht verheirateten Familien.[42] Möglicherweise ist also auch die Länge des Mitlebens ein Grund, warum es den Kindern in gleichgeschlechtlich verheirateten Familien so deutlich schlechter geht.

3) Das Mitleben von Kindern erhöht die Instabilität lesbischer Partnerschaften

Zahlreiche Studien zeigen, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften – zumindest lesbische Partnerschaften – weniger stabil sind, weniger lange halten, als heterosexuelle Partnerschaften.[43]

Zudem belegt eine aktuelle Studie von Doug Allen (2020):
In einer heterosexuellen Partnerschaft tragen Kinder in der Familie zur Stabilität der Partnerschaft bei. Bei gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ist es umgekehrt: Wenn Kinder mitleben, führt das zu einer weiteren Destabilisierung der Partnerschaft.[44]
In den Sozialwissenschaften besteht weitgehend Konsens darüber, dass Familien-Stabilität das Kindeswohl fördert. Familien-Instabilität verletzt das grundlegende Bedürfnis des Kindes nach Verbindung und Verbundenheit.

4) Kinder brauchen Mutter und Vater

Das unverletzte biologische Band erleichtert die für das Kind wesentliche Bindung an Mutter und Vater.
Bei gleichgeschlechtlichen Eltern gibt es aber immer ein grundlegendes Beziehungsdefizit, entweder in der Beziehung zum Vater oder zur Mutter. Bei Zeugung mithilfe einer Samenspende gibt es schon am Anfang des Lebens für das Kind einen Beziehungsabbruch, oft hat das Kind auch später keine Beziehung zum Vater. Die wissenschaftliche Literatur[45] zeigt, dass das vorgeburtliche Leben außerordentlich wichtig für die Entwicklung des Kindes ist. Außerdem ist das Kind mit seinen Sinnen auf vorgeburtlich-nachgeburtliche Verbundenheit angelegt. Jeder Bruch in den Beziehungen, auch der vorgeburtliche, ist für das Kind mit bewussten oder unbewussten Schmerzen verbunden.

Die mehr als dreißigjährige Sozialforschung belegt:
Kindern geht es am besten, wenn sie bei ihren beiden biologischen (leiblichen) Eltern, Vater und Mutter, aufwachsen und diese in einer verbindlichen, ehelichen Beziehung mit geringem Konfliktpotenzial miteinander leben. Wenn Kinder in ihrer natürlichen Familie aufwachsen, dann durchlaufen sie ihre Entwicklungsstufen leichter, erbringen bessere schulische Leistungen, haben seltener emotionale Störungen und können auch als Erwachsene ihre Aufgaben besser bewältigen.[46]

Vaterlosigkeit führt bei den Kindern zu einem erhöhten Risiko für zahlreiche psychische Probleme. Die Kinder entwickeln weniger soziale Kompetenzen, haben mehr Selbstwertprobleme, sind stressanfälliger und haben eine höhere Neigung zu süchtigem Verhalten. Insbesondere Jungen haben mehr aggressive Verhaltensstörungen und Lernschwierigkeiten, brechen häufiger die Schule ab, werden häufiger kriminell, haben häufiger Unfälle. Bei Mädchen besteht ein erhöhtes Risiko für Teenagerschwangerschaften, Depressionen, soziale Isolation, Promiskuität.

Die Bindungsforscher K. und K. Grossmann schreiben:
„Wir haben es also mit deutlichen Geschlechtsunterschieden im Einfluss der Eltern auf die Entwicklung ihrer Kinder zu tun. (…) Beide zusammen, Vater und Mutter, legen also erst die Grundlagen für psychische Sicherheit und ergänzen einander, was sowohl für den Bereich sicherer Bindung als auch für den Bereich sicherer Exploration… zum Tragen kommt.“[47]

5) Weitere aktuelle Studienergebnisse

Im Vergleich zu Kindern, die bei gegengeschlechtlichen Eltern leben, haben Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern:

  • In der Adoleszenz seltener eine romantische Beziehung. Sie können sich seltener vorstellen, später einmal in einer Beziehung zu sein, die mit Ehe und Schwangerschaft zu tun hat.[48]
  • Als Erwachsene ein doppelt so hohes Risiko für Depressionen und ein vierfach höheres Risiko, Suizidgedanken zu haben.[49] Im Alter von 30 Jahren sind Frauen, die als Kinder in einer gleichgeschlechtlichen Familie lebten, seltener verheiratet, haben seltener in irgendeiner Beziehung gelebt, die länger als 3 Jahre anhielt, und waren seltener schwanger.[50]

6) Erwachsene Kinder aus gleichgeschlechtlichen Familien bezeichnen sich häufiger selbst als homosexuell

Eine aktuelle, repräsentative Langzeitstudie (2019) von Nanette Gartrell, Psychiaterin und lesbische Aktivistin, belegt:[51]
Fast 69% der 25-jährigen Mädchen, die mit zwei lesbischen Frauen aufgewachsen sind, geben an, „sich nicht nur von Männern sexuell angezogen“ zu fühlen. 54% haben schon homosexuelle Erfahrungen gemacht. Fast 30% sagen, dass sie eine lesbische oder bisexuelle Identität angenommen haben. In der Vergleichsgruppe mit Mutter-Vater-Familie geben 37,6% der 25-jährigen Mädchen an, schon homosexuelle Erfahrungen gemacht zu haben; 12,3% haben eine lesbische oder bisexuelle Identität angenommen.[52]

Bei den 25-jährigen Jungen, die in lesbischen Familien aufgewachsen sind, geben 33% an, schon homosexuelle Erfahrungen gemacht zu haben. 10% geben eine schwule oder bisexuelle Identität an. In der Vergleichsgruppe mit Vater-Mutter-Familien haben 8,8% der 25-jährigen Jungen schon homosexuelle Erfahrungen gemacht. 2,4% haben eine schwule oder bisexuelle Identität angenommen.

Diagramm Mädchen (Gartrell 2019)

Diagramm Jungen (Gartrell 2019)

Erwachsene Kinder aus gleichgeschlechtlichen Familien bezeichnen sich häufiger selbst als lesbisch, schwul oder bisexuell – ist das belanglos für die Kinder? Umfangreiche Daten zeigen:

Homosexuelle und bisexuelle Personen haben zwei-bis dreimal so häufig psychische Gesundheitsprobleme im Vergleich mit der Allgemeinbevölkerung.[53] Dazu gehören Depressionen, bipolare Störungen, Suizidalität, Drogen- und Alkoholprobleme. Die These, dass diese Probleme vor allem auf ein ablehnendes gesellschaftliches Umfeld zurückzuführen sind, konnte bisher nicht belegt werden. Im Gegenteil: Eine neue, umfangreiche, repräsentative Studie zeigt: Junge homosexuelle und bisexuelle Erwachsene, die in USA aufwachsen – einem Land, in dem es die gleichgeschlechtliche Ehe und weitere Rechte für sexuelle Minderheiten gibt – haben mehr psychische Probleme und höhere Suizidalität als ältere homosexuelle Personen, die in den USA aufwuchsen, als es die „Ehe für alle“ noch nicht gab.[54]

7) Sind Kinder, die in einem homosexuellen Umfeld aufwachsen, häufiger der Gefahr sexueller Übergriffe ausgesetzt?

Die Frage ist von enormer Bedeutung. Umso merkwürdiger ist, dass es dazu keine repräsentativen, robusten Daten gibt. Hier besteht dringend weiterer Forschungsbedarf.[55]

Eine Studie von Sedlak (2010) kommt zu dem Ergebnis: Von allen Familienformen ist die natürliche Familie (zwei leibliche Eltern, Vater und Mutter, verheiratet) diejenige mit dem geringsten Risiko für sexuellen Kindesmissbrauch. Bei allen anderen Familienformen besteht eine 5-10 mal so hohe Wahrscheinlichkeit für sexuellen Kindesmissbrauch; gleichgeschlechtliche Familien sind in dieser Studie allerdings nicht als eigene Familienform aufgeführt.[56]

In einer Analyse von Daten aus 2005 kommt der Familienwissenschaftler Walter Schumm zu der Auffassung, dass gleichgeschlechtliche Pflegeeltern ihren Pflegekindern gegenüber möglicherweise häufiger sexuell übergriffig sind als gegengeschlechtliche Pflegeeltern.[57]

Sullins (2015) fand in der oben beschriebenen Studie: Alle sexuell aktiven Mädchen mit gleichgeschlechtlich-verheirateten Eltern (alles lesbische Familien) waren irgendwann in ihrem Leben schon einmal von irgendjemandem zu sexuellen Handlungen gezwungen worden.[58]

a) Der Opfer-Täter-Kreislauf

Es ist durch repräsentative Daten belegt, dass LGB-Erwachsene deutlich häufiger sexuellen Missbrauch in ihrer eigenen Kindheit erlebt haben als heterosexuelle Erwachsene.[59] Sexuelle Übergriffe in Kindheit und Jugend können für einige Personen auch in einem kausalen Zusammenhang mit der Entstehung ihrer gleichgeschlechtlichen Neigung stehen.[60]
Eine nicht-repräsentative Studie von Steed (2010) zeigt: Mehr als 36% der LGB-Erwachsenen hatten sexuellen Missbrauch als Minderjährige (unter 16 Jahren) erlitten. Mehr als die Hälfte gab an, dass diese Erfahrungen ihre sexuelle Orientierung beeinflusst hat.[61]

Eine Befragung von Männern und Frauen, die an einer Gay-Pride-Parade teilnahmen, ergab: 46% der schwulen Männer und 22% der lesbischen Frauen hatten als Minderjährige homosexuellen Missbrauch erlitten. Das Durchschnittsalter zum Zeitpunkt des homosexuellen Missbrauchs war bei den Jungen: 11 Jahre, bei den Mädchen: 13 Jahre. In der heterosexuellen Kontrollgruppe hatten nur 7% der heterosexuellen Männer und 1% der heterosexuellen Frauen homosexuellen Missbrauch als Minderjährige erlebt. Ein Teil der schwulen Männer und lesbischen Frauen identifizierte sich erst nach dem homosexuellen Missbrauch als selbst schwul oder lesbisch.[62]

Aus der Sozialforschung ist der Opfer-Täter-Kreislauf bekannt: Missbrauchsopfer werden häufiger zu Tätern und Missbrauchstäter suchen sich neue Opfer.
Eine Studie von Edwards (2013) zu sexuellem Missbrauch zeigt: LGBTQ-College-Studenten waren ihren gleichgeschlechtlichen Partnern gegenüber häufiger sexuell übergriffig, wenn sie früher selbst missbraucht wurden. In der Art und Weise, wie sie ihre Partner missbrauchten, wiederholten sie die Art und Weise, wie sie selbst missbraucht wurden. Es gab in der Studie eine signifikante Korrelation zwischen früherem Missbrauch-Opfer sein und späterem Missbrauch-Täter sein.[63]

Der Familienforscher Walter Schumm schreibt: „Es wäre logisch, wenn die, die als Kinder sexuell missbraucht wurden, als Erwachsene möglicherweise auch häufiger selbst missbrauchen.” Allerdings gibt es dazu bisher keine qualitativ hochwertigen Studien.[64]

b) Homosexuelle und bisexuelle Jugendliche sind häufiger Opfer bei romantischen Verabredungen

Repräsentative Daten belegen, dass LGB-Jugendliche im Vergleich zu heterosexuellen Jugendlichen:

  • früher sexuell aktiv sind,
  • mit größerer Wahrscheinlichkeit schon vier oder mehr Sexualpartner hatten,
  • häufiger Opfer  von körperlicher Gewalt und sexuellen Übergriffen bei romantischen Verabredungen sind.[65]

Werden Kinder, die bei homosexuellen Eltern aufwachsen, häufiger in LGB-Jugendgruppen hineingezogen? Vielleicht weil es dem sozialen Umfeld der gleichgeschlechtlichen Eltern eher entspricht und weil die Kinder selbst (siehe oben) sich häufiger als homosexuell oder bisexuell bezeichnen? Werden dadurch auch diese Kinder häufiger dem Risiko von sexuellen Übergriffen ausgesetzt?

c) Schwule Männer leben häufiger promisk

Nach dem Selbstverständnis von LGBT-Gruppen ist sexuelle Monogamie für homosexuell lebende Männer eher die Ausnahme.
Volker Beck, Politiker und prominenter Befürworter der „Ehe für alle“ befand vor Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft in Deutschland: „Wenn man hofft, die Schwulen zu treuen Ehepartnern zu machen, muss und wird die schwule Beziehungsrealität den Gesetzgeber enttäuschen. (…)  Offensichtlich ist für viele Paare, ihre Sexualität mit Dritten auszuleben, ein wichtiger Faktor in der Aufrechterhaltung der Partnerschaft. (…) Eine rechtliche Regelung käme diesem Wunsch nach einer Einbindung auf der politischen Ebene entgegen, ohne dass dem Gesetzgeber dafür eine Verhaltensänderung im Sinne abnehmender Promiskuität angeboten werden könnte.“[66] Sexuelle Exklusivität scheint eher eine Bedrohung für eine schwule Männerpartnerschaft darzustellen, nicht etwas, das diese Partnerschaft vertieft.[67]
Wenn ein Kind in einem Umfeld aufwächst, in dem sexuelle Treue wenig zählt, hat das Auswirkungen auf das Kind? Wird es womöglich eher sexuellen Übergriffen durch seine Umgebung ausgesetzt sein, weil sexuelle Grenzen in der schwulen Familie weniger zählen? Hat es auf mitlebende Jungen eine andere Auswirkung als auf Mädchen?

d) Datenunklarheit durch unklare Terminologie

Ein Grund (unter anderen) dafür, dass es keine hochqualifizierten Daten gibt, mag auch die Verwirrung in der Fachterminologie sein. So wird der sexuelle Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester in den USA fast immer als „Pädophilie“ bezeichnet. Allerdings waren die Opfer in 81% der Fälle Jungen und die allermeisten von ihnen waren zwischen 11 und 17 Jahren alt.[68] Genauer wäre hier die Bezeichnung Ephebophilie, was laut wikipedia, „die homosexuelle Neigung (Sexualpräferenz) zu pubertären und postpubertären Jungen“ ist.[69]

In einer Studie von McWhirter und Mattison (1984) hatten fast 61% der schwulen Männer ihren ersten sexuellen Kontakt zwischen 11 und 14 Jahren, das traf nur auf 13% der heterosexuellen Männer zu.[70]

8) Die Minderheiten-Stress Theorie ist nicht haltbar

Befürworter der Minderheiten-Stress-Theorie behaupteten: Wenn ein Land keine gleichgeschlechtliche Ehe anbietet, führt das zu Minderheitenstress und das wiederum verursacht oder erhöht Depressionen und Suizidalität bei sexuellen Minderheiten.[71]

In einer neuen repräsentativen neuen Studie stellt derselbe Autor ernüchtert fest: Obwohl sich das gesellschaftliche und soziale Umfeld in den USA – mit der gleichgeschlechtlichen Ehe und weiteren LGBT-Rechten – sehr verändert hat, nehmen Suizidalität und psychische Probleme bei LGB-Personen nicht ab. Im Gegenteil: Bei jungen LGB-Personen hat die Häufigkeit psychischer Probleme und Suizidalität weiter zugenommen.[72]
Die Hoffnung, das Angebot einer gleichgeschlechtlichen Ehe könnte homosexuelle Jugendliche von ihren Depressionen und Suizidgedanken befreien, hat sich nicht erfüllt.

III. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Verhaltensmerkmale

1) Eifersucht und Rivalität bei zwei Gleichen

In einer Studie von S. Pelka (2009) fand die Forscherin, dass 30% der 30 lesbischen Paare eifersüchtig auf das „mütterliche Band“ der Partnerin waren. Einige Frauen schlugen vor, sich das biologische Band zum Kind zu teilen.[73] Ein Beispiel dafür: 2017 klagten zwei deutsche lesbische Partnerinnen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Sie wollten beide als Eltern in das Geburtsregister des Kindes eingetragen werden, weil sie eine gleiche biologische Beziehung zum Kind vorgaben: Eine hatte die Eizelle gespendet (der Samenspender war anonym), die andere das Kind ausgetragen. Wenn sie nicht beide ins Geburtsregister des Kindes eingetragen würden, so ihre Argumentation, sei das eine Diskriminierung ihrer Familienform.[74]

2) Gewalt in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften

Anders als häufig behauptet, ist die Gewaltrate in schwulen Partnerschaften hoch. Eine Analyse von 19 Studien ergab beispielsweise: 48% von homosexuellen Männern haben eine Form von Gewalt (inklusive emotionale Gewalt) in einer jetzigen oder früheren Partnerschaft erlebt.[75]

3) Promiskuität bei schwulen Männerpaaren

siehe oben.

IV. Die „Ehe für alle“ wird im Kindergarten und in der Schule vermittelt werden müssen

Sexuelle Orientierung ist nicht in Stein gemeißelt. Eine aktuelle Umfrage aus Großbritannien zeigt: Nur 54% der Generation Z (18-23-Jährige) bezeichnen sich als ausschließlich heterosexuell. Von den älteren Befragten (älter als 56 Jahre) sind das noch 81%. Insbesondere hat die Zahl derjenigen, die gemischte Attraktionen angeben, zugenommen.[76]
Der renommierte, selbst homosexuell lebende Journalist Matthew Parris reagierte auf diese Umfrageergebnisse: „Wir werden im vor uns liegenden Jahrhundert viel mehr homosexuelle und bisexuelle Personen haben. (…)  Wir sollten aber den Irrtum beiseitelegen, wir würden nur respektieren „was Menschen wirklich sind“. Durch sozialen Druck, durch Druck in der Schulklasse, Druck der Medien und ja, durch Modetrends, formen wir weichen Ton. Wir entdecken nicht ein großes Bruchstück von innerem Granit, mit dem die Kinder geboren wären. Je jünger ein Mensch, desto weicher der Ton.”[77] 

Durch die „Ehe für alle“ werden Kinder und Jugendliche mit einer neuen „Landkarte“ im Kopf aufwachsen, nämlich, dass die Ehe zwischen einem Mann und einer Frau nichts Besonderes ist, sondern nur eines von vielen Gerichten auf dem sexuellen Präsentierteller des Lebens. Möglicherweise werden sie sich auch gedrängt fühlen, sexuell mehr zu experimentieren, um zu entdecken, „wer sie eigentlich sind“. Und die Möglichkeiten einer Gesellschaft, in besonderer Weise zur Mutter-Vater-Familie zu ermutigen, wird geschmälert, wenn „Ehe“ auch homosexuelle Partnerschaften meint.

V. Meinungs- und Religionsfreiheit sind gefährdet

Aus USA und Großbritannien, zwei Ländern, in denen die gleichgeschlechtliche Ehe legalisiert ist, wissen wir: Christliche Adoptionsvermittlungsstellen, die Kinder nur in Mutter-Vater-Familien vermitteln wollen, müssen damit rechnen, zwangsgeschlossen zu werden.[78] Personen, die sich dafür aussprechen, dass Kinder bei Mutter und Vater besser aufgehoben sind, müssen mit Entlassungen rechnen.[79]

VI. Nachtrag: Die UN-Kinderrechtskonvention

Bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, gleichviel, ob sie von öffentlichen oder privaten Einrichtungen der sozialen Fürsorge, Gerichten, Verwaltungsbehörden oder Gesetzgebungsorganen getroffen werden, ist das Wohl des Kindes ein Gesichtspunkt, der vorrangig zu berücksichtigen ist. (Art 3,1 Hervorhebung hinzugefügt)

Das Kind hat das Recht … von Geburt an, … seine Eltern zu kennen und von ihnen betreut zu werden. (Art. 7,1)

Die Vertragsstaaten achten das Recht des Kindes, das von einem oder beiden Elternteilen getrennt ist, regelmäßige persönliche Beziehungen und unmittelbare Kontakte zu beiden Elternteilen zu pflegen … (Art. 9,3)

© Christl Ruth Vonholdt, 2021

Fußnoten

[1] Mayer, L., McHugh, P.: Sexuality and Gender. Findings from the Biological, Psychological, and Social Sciences, Fall 2016, 116. https://www.thenewatlantis.com/publications/part-one-sexual-orientation-sexuality-and-gender

[2] Ganna, A., et al., Large-scale GWAS reveals insights into the genetic architecture of same-sex sexual behavior. Science 365, 882, 2019. https://geneticsexbehavior.info/what-we-found/

[3] Ganna, A. 2019, a.a.O. Hervorhebung hinzugefügt. Zwei verschiedene Zusammenfassungen und Analysen der Studie von Ganna, A. et al: Sullins, P., Der Mythos vom Gay-Gen ist geplatzt. https://www.christl-r-vonholdt.de/aktuelles/der-mythos-vom-gay-gen-ist-geplatzt/#more-345  Sullins, P., “Born That Way” No More: The New Science of Sexual Orientation. https://www.thepublicdiscourse.com/2019/09/57342/

[4] Siehe z.B. die finnische Studie von 2008: https://www.dijg.de/homosexualitaet/wissenschaftliche-studien/zwillingsstudie-genetischer-einfluss/

[5] Dazu können auch gender-untypische Persönlichkeitsmerkmale gehören.

[6] Rosik, Ch., Guidelines for the Praxis of Sexual Attraction Fluidity Exploration in Therapy. Journal of Human Sexuality, Vol. 9, 2018, S. 6.

[7] Kinnish, K.K., Geschlechtsspezifische Differenzen der Flexibilität der sexuellen Orientierung. Zeitschrift für Sexualforschung 17, 2004, S. 26-45.

[8] Diamond. L., Rosky, C., Scrutinizing Immutability. The Journal of Sex Research 53, 2016, S. 363-391.

[9] Diamond, L., Sexual Fluidity in Male and Females, 2016. Current Sexual Health Reports 8, 2016.

https://www.researchgate.net/publication/309694747_Sexual_Fluidity_in_Male_and_Females

[10] Diamond. L., Sexual Fluidity in Male and Females, 2016, a.a.O.

[11] Savin-Williams, R.C. et al, Prevalence and stability of sexual orientation components during adolescence and young adulthood. Arch. Sex. Behavior, 2007, 36, 385-394, 393. Hervorhebung hinzugefügt. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/17195103/

[12]Diamond, L., in:  APA Handbook of Sexuality and Psychology, 2014, S. 633. Hervorhebung hinzugefügt. Die bei weitem größte Gruppe unter den sexuellen Minderheiten ist die Gruppe, die sich als “vorwiegend heterosexuell” bezeichnet. Sie ist größer als alle anderen Gruppen der sexuellen Minderheiten zusammengenommen.

[13] https://link.springer.com/journal/10508/volumes-and-issues/50-4?utm_source=toc&utm_medium=email&utm_campaign=toc_10508_50_4&utm_content=etoc_springer_20210619

[14] https://www.zdf.de/gesellschaft/re/arte-re-vier-eltern-und-ein-kind-100.html

[15] Patterson, C.J., 2005: Lesbian and Gay Parenting. Summary of Research Findings. Hrsg.: American Psychological Association. www.apa.org/pi/lgbt/resources/parenting-full.pdf (APA-Broschüre)

[16] Marks, L., Same-Sex Parenting and Children’s Outcomes. Social Science Research 41,4, 2012, S. 735-751. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S0049089X12000580

In den Studien wurden „immer wieder nicht-repräsentative, homogene Stichproben privilegierter lesbischer Mütter ausgewählt, um die Gesamtheit der gleichgeschlechtlichen Paare mit Kindern zu repräsentieren.“

[17] Die Behauptung, wenn man viele solcher kleinen Studien zusammennimmt, müsste das Ergebnis repräsentativ sein, ist wissenschaftlich falsch.

[18] Marks. L., Same-sex parenting and children’s outcomes: A closer examination of the American Psychological Association’s brief on lesbian and gay parenting. 2012, a.a.O.

Die meisten Studien hatten eine sehr kleine Stichprobe. Eine deutsche Zusammenfassung: https://www.dijg.de/homosexualitaet/adoptionsrecht/gleichgeschlechtliche-elternschaft/

[19] Sarantakos, S., 1996, Children in three contexts: Family, education, and social development. In: Children Australia, 21, 23-31. 

[20] Siehe Schumm, W., Same-Sex Parenting Research, London 2018, S. 172.

[21] Rupp, Marina, Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“, Köln 2009.

[22] Siehe: https://www.dijg.de/homosexualitaet/adoptionsrecht/kindeswohl-nicht-im-blick-homosexuelle/

[23] Sullins, P., Are Children Harmed with Same-Sex Parents? The Full Mandiner Interview, 2021.

https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3891386

Zugriff 11.8.2021

[24] Rosenfeld, M., Nontraditional Families and Childhood Progress through School. In: Demography 47, 3, 2010. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3000058/     Black, D., The Measurement of Same-Sex Unmarried Partner Couples in the 2000 U.S. Census  https://escholarship.org/uc/item/72r1q94b     Siehe: https://www.dijg.de/homosexualitaet/adoptionsrecht/gleichgeschlechtliche-elternschaft/

[25] Allen, D. et al.: Nontraditional Families and Childhood Progress Through School: A Comment on Rosenfeld. In: Demography, 50, 3, 2012, S. 955-961. Siehe: https://www.dijg.de/homosexualitaet/adoptionsrecht/gleichgeschlechtliche-elternschaft/

[26] Sullins, D. P., The Unexpected Harm of Same-Sex Marriage: A Critical Appraisal, Replication and Re-analysis of Wainright and Patterson’s Studies of Adolescents with Same-Sex Parents. In: Brit Journal of Education, Society and Behavioural Science, 11,2, 2015.  https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2589129

[27] Wainright, JL, Russell, ST., Patterson, CJ., Psychosocial adjustment, school outcomes, and romantic relationships of adolescents with same-sex parents. In: Child Dev. 75,6, 2004. Wainright, JL, Patterson, CJ., Delinquency, victimization and substance use among adolescents with female same-sex parents. In: J Fam Psychol 20,3, 2006. Wainright, Patterson, CJ., Peer relations among adolescents with female same-sex parents. In: Dev Psychol, 44,1, 2008.

[28] Sullins, D.,P., The Unexpected Harm of Same-Sex Marriage, 2015, a.a.O.

[29] Schumm, W., Navigating Treacherous Waters. Comprehensive Psychology, 4, 2015. https://journals.sagepub.com/doi/pdf/10.2466/17.CP.4.24 “Wainright, Russel and Patterson (2004) had as much as 29.5% missing data, while their later study Wainright & Patterson (2008) had as much as 46.6% missing data. In the case of Wainright et al. (2004, 2006, 2008) the problem of missing data was compounded by the fact that up to 61% (Sullins, 2015) or more of their “same-sex” mother families were heterosexual families, and it is not certain how missing data were distributed among the presumed and actual lesbian parent families.” S. 12.

[30] Wainwright et al. (2004), S. 1889.  “To simplify interpretation of results we excluded these 6 families [ headed by male same-sex couples] from the final sample.”

[31] Die Kinder aus gleichgeschlechtlichen Familien hatten bessere Schulnoten. Grade point average was higher overall for children with same-sex parents. However, while grade point average was lower with cohabiting opposite sex parents  compared with married opposite sex parents, the opposite was true for same-sex parents: Grade point average was higher with cohabiting same-sex parents compared with married same-sex parents.

[32] Sullins, D. P., The Unexpected Harm of Same-Sex Marriage, 2015, a.a.O. Siehe Fußnote 31.

[33] Sullins, D. P., The Unexpected Harm of Same-Sex Marriage 2015, a.a.O.

“Comparing unmarried to (self-described) married same-sex parents, above-average child depressive symptoms rise from 50% to 88%; daily fearfulness or crying rises from 5% to 32% … The longer a child has been with same-sex parents, the greater the harm.” (Abstract)

[34] Sullins, P., Emotional Problems among Children with Same-Sex Parents: Difference by Definition. British Journal of Education, Society & Behavioural Science 7, 2, 2015, S. 99-120. https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=2500537

Sullins, P., Are Children Harmed with Same-Sex Parents? The Full Mandiner Interview, 2021, a.a.O.

[35] Der Unterschied war nicht signifikant.

[36] Sullins, P., The Case for Mom and Dad, The Linacre Quarterly, March 2021  https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0024363921989491  Zugriff 11.8.2021

Insgesamt wertete Sullins Daten aus 8 verschiedenen Familienformen aus, alle Datenergebnisse sind im Originalartikel zu finden.

[37] Sullins, P., The Case for Mom and Dad, 2021, a.a.O.; Sullins, P., Are Children Harmed with Same-Sex Parents?, The Full Mandiner Interview, 2021. https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=3891386

Zugriff 11.8.2021. Verwendung der Tabelle (ins Deutsche übersetzt) mit freundlicher Genehmigung.

[38] Sullins, P., The Case for Mom and Dad, 2021, a.a.O.

[39] Sullins, P., Sullins, P., Are Children Harmed with Same-Sex Parents?, 2021, a.a.O.

[40] Sullins, P., The Case for Mom and Dad, 2021, a.a.O.

[41] Wie Leihmutterschaft heute schon durchgesetzt wird, obwohl sie in vielen Ländern noch (!) verboten ist, zeigt das Buch von Eva Maria Bachinger, Kind auf Bestellung – Ein Plädoyer für klare Grenzen, 2015.

[42] Siehe oben. Sullins, P., The Unexpected Harm

[43] Schumm, W., Same-Sex Parenting Research, 2018, a.a.O. Schwule Partnerschaften sind oft  länger anhaltend als lesbische Partnerschaften. Allerdings werden schwule Beziehungen üblicherweise als nicht-monogame, sexuell offene Beziehungen geführt. – Das homosexuelle Forscherpaar McWhirter u. Mattison stellte fest: “Die Erwartung, dass Sex außerhalb der festen Beziehung vorkommt, war die Regel bei homosexuellen Männerpaaren und die Ausnahme bei heterosexuellen Paaren.” “Viele homosexuelle Männerpaare lernten früh in ihrer Beziehung, dass sexuelle Besitzanzeigen die größte Bedrohung für die gemeinsame Partnerschaft darstellen können.” In: McWhirter, Mattison, The Male Couple, Englewood Cliffs, 1984, S. 3, 256.

[44] Allen, D., Stability Rates of Same-Sex Couples: With and Without Children. In: Marriage and Family Review, 56, 1, 2020, 51-71. https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/01494929.2019.1630048    Die Studie basiert auf drei repräsentativen Volksbefragungsdaten, zwei aus den USA, eine aus Kanada. Siehe auch: Schumm, W., Same-Sex Parenting Research, London, 2020, S. 87-89.

[45] Hüther, G., Das Geheimnis der ersten neun Monate. Beltz Verlag.

[46] Mit ausführlichen Literaturhinweisen: https://acpeds.org/position-statements/homosexual-parenting-a-scientific-analysis  Zugriff 11.8.2021

[47] Grossmann, Klaus, Grossmann, Karin: Bindungen, das Gefüge psychischer Sicherheit. 2017

[48] Sullins, P., Family Formation and Sexual Identity Development among Children with Same-Sex Parents. Unpublished research, details available by request via sullins@cua.edu

[49] Sullins, D., P., Invisible Victims: Delayed onset Depression among Adults with Same-Sex Parents. In: Depression, Research and Treatment, May 2016. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27313882/

[50] Sullins, P., Family Formation. Unpublished research, a.a.O.

[51] Gartrell, N., Sexual Identity and Same-Sex Sexual Experiences of Adult Offspring in the U.S. Nat. Longitudinal Lesbian Family Study, Arch Sex Behavior, 48,5, 2019, S. 1495-1503. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30888553/ Es handelt sich um die 6. Welle der US National Longitudinal Lesbian Family Study. Die Kinder sind 25 Jahre alt. – Die beiden Balkendiagramme wurden aufgrund der Zahlentabelle 3 in der Studie auf Seite 1500 erstellt.

[52] Die Zahlen auch für die Mädchen aus heterosexuellen Familien erscheinen hoch. Dabei ist zu bedenken: Neue Umfragen aus Großbritannien zeigen: nur noch 54% der 18-23-Jährigen bezeichnen sich als ausschließlich vom anderen Geschlecht angezogen. Siehe: “Only half of young exclusively attracted to opposite sex.” The Sunday Times 28 Feb 2021. Außerdem ist mit spontanen Veränderungen in der Identitäts-Selbstbezeichnung im Lauf der nächsten Jahre zu rechnen (L. Diamond).

[53] Siehe Mayer, L., McHugh, P.: Sexuality and Gender. Findings from the Biological, Psychological, and Social Sciences. Fall 2016. https://www.thenewatlantis.com/publications/part-two-sexuality-mental-health-outcomes-and-social-stress-sexuality-and-gender

[54] Meyer, Ilan, Minority stress, distress, and suicide attempts in three cohorts of sexual minority adults: A U.S. probability sample. PLOS ONE, 2021 https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0246827

„During the past 50 years there have been marked improvement in the social and legal environment of sexual minorities in the Unites States. Minority stress theory predicts that health of sexual minorities is predicated on the social environment. As the social environment improves, exposure to stress would decline and health outcomes would improve.” Die repräsentative Studie erbrachte das Gegenteil: “Psychological distress and suicide behavior were also not improved, and indeed were worse for the younger than the older cohorts.”

[55] Siehe Schumm, W., Same-Sex Parenting Research, 2018, a.a.O., Kapitel 6, S. 91-97, S. 95.

[56] Sedlak, A., Fourth National Incidence Study of Child Abuse and Neglect 2010. Zit. nach: Schumm, W., 2018, a.a.O., S. 93.

[57] Schumm, W., Same-Sex Parenting Research, 2018, a.a.O., S. 92.

[58] Sullins, P., The Unexpected Harm, 2015, a.a.O. Schumm, W., 2018, a.a.O, S. 94.

[59] Siehe Mayer, L., McHugh, P.: Sexuality and Gender. Findings from the Biological, Psychological, and Social Sciences. Fall 2016. https://www.thenewatlantis.com/publications/part-two-sexuality-mental-health-outcomes-and-social-stress-sexuality-and-gender

[60] Mayer, L., McHugh, P., 2016, a.a.O.

[61] Steed, Gay man and lesbian women with molestation history. Open Psychology Journal 3, 2010, S. 36-41, zit. nach: Schumm, W., Same-Sex Parenting Research, 2018, a.a.O., S. 94.

[62] Tomeo, M.E., Comparative data of childhood and adolescence molestation in heterosexual and homosexual persons. Arch Sex Behavior, Oct 2001 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11501300/

[63] Edwards, K.M., The perpetration of intimate partner violence among LGBTQ youth. Journal of Youth and Adolescence, 42, 2013, S. 1721-31, zit. nach: Schumm, W., 2018, a.a.O., S. 95.

[64] Schumm, W., 2018, a.a.O., S .97.

[65] English: Dating violence. CDC Youth Risk Behavior Survey 2009-2019: https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/su/pdfs/su6901a4-H.pdf  – CDC survey: Interpersonal violence victimization among high school students – Youth Risk behavior Survey, United States, 2019: https://www.cdc.gov/healthyyouth/data/yrbs/pdf/YRBSDataSummaryTrendsReport2019-508.pdf    LGB Jugendliche sind möglicherweise auch häufiger Täter bei romantischen Vverabredungen:  Reuter, T., An Exploratory study of teen dating violence in sexual minority youth. In: Partner Abuse, vol. 6,1, 2015, p. 8-28. https://psycnet.apa.org/record/2015-09648-002

[66] Beck, V., Demokratie und Recht, 1991, S. 446-464, S. 457. Das Zitat wurde leicht gekürzt.

[67] Siehe McWhirter, D., Mattison, A., The Male Couple: How Relationships Develop, 1984, a.a.O., S. 256.

[68] John Jay Report, 2004. https://en.wikipedia.org/wiki/John_Jay_Report  81% der Opfer waren männlich. Von allen Opfern waren nur 22% jünger als 10 Jahre, 51% waren zwischen 11 und 14 Jahren alt; 27% waren zwischen 15 und 17 Jahren alt.

[69] https://de.wikipedia.org/wiki/Ephebophilie  Zugriff 11.8.2021

[70] McWhirter, D., Mattison, A., 1984, S. 269-271.

[71] Meyer, I., Prejudice, social stress, and mental health in lesbian, gay, and bisexual populations: conceptual issues and research evidence. Psychol. Bulletin 2003. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12956539/

[72] Meyer, Ilan, Minority stress, distress, and suicide attempts in three cohorts of sexual minority adults: A.U.S. probability sample. März 2021 https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0246827

[73] Pelka, S., Sharing Motherhodd: Maternal jealousy among lesbian co-mothers. J. of Homosexuality, 56, 2009, S. 195-217, zitiert nach: Schumm, W., The Legal recognition of Same-Sex marriage Produces Marital Inequality, 2015 https://search.informit.org/doi/10.3316/agispt.20171410

[74] European Centre for Law and Justice: Two mothers for one child. 4.5.2017. See also: https://eclj.org/family/echr/droits-de-lhomme-et-bricolage-procratif–la-cedh-saisie-par-les-deux–mres–dun-mme-enfant

[75] Buller, A., Associations between Intimate Partner Violence and Health among Men Who Have Sex with Men: A Systematic Review and Meta-Analysis

https://journals.plos.org/plosmedicine/article?id=10.1371/journal.pmed.1001609

[76] “Only half of young exclusively attracted to opposite sex.” The Sunday Times 28 Feb 2021.

[77] Parris, Matthew, It’s clear, our sexuality isn’t set in stone. The Times, Saturday Feb. 27 2021 “We shall have many more gay and bisexual people in the century ahead. That’s fine. And perhaps many more trans people too. Again, fine. But we should nail early the misconception that all we’re doing is respecting ‘what people really are’. By social pressure, classroom pressure, media pressure and, yes, through mere fashion, we are moulding soft clay, not discovering some great shard of internal granite children are born with. The younger the person, the softer the clay.”

[78] https://www.lifesitenews.com/news/last-uk-catholic-adoption-agency-loses-final-appeal-over-homosexual-adoptio

[79] https://christianconcern.com/news/court-upholds-richard-pages-sacking-for-sharing-christian-views-on-family/