Archiv für den Monat: Dezember 2018

Das fehlende „Zuhause“ – Bindung und Selbst

Erfahrungen aus der Begleitung von Frauen mit ungewünschter gleichgeschlechtlicher Anziehung

Janelle Hallman

Vorbemerkung zum Artikel

In ihrem Buch „The Heart of Female Same-Sex Attraction“1 beschreibt die Autorin und Therapeutin Janelle Hallman zentrale Themenfelder, die ihr in der Begleitung von Frauen mit ungewünschter gleichgeschlechtlicher Anziehung begegnet sind und die im Zentrum ihrer therapeutischen Arbeit stehen. Zu diesen Themenfeldern gehören frühe (die Säuglings- und Kleinkindzeit betreffende2) tiefreichende Bindungsverletzungen des Mädchens in seiner Beziehung zu Mutter und Vater, wodurch die für eine sichere Selbst- und Identitätsentwicklung nötigen Spiegel- und Differenzierungsprozesse nicht ausreichend stattfinden konnten. Diese Bindungsverletzungen sind zwar nicht spezifisch für Frauen mit gleichgeschlechtlichen Empfindungen, dennoch war es für Janelle Hallman auffallend, dass sie in den Geschichten der Frauen, mit denen sie arbeitete, sehr häufig vorkamen. Sie schienen zudem in psychodynamischen Zusammenhängen mit anderen relevanten Faktoren zu stehen wie etwa mögliche biologische Prädispositionen; eine Neigung, sehr sensibel auf die Umwelt zu reagieren; sexuelle Übergriffe u.a.. Das fehlende „Zuhause“ – Bindung und Selbst weiterlesen

Die Bedeutung der Trauerarbeit in der traumatherapeutisch ausgerichteten Therapie von Joseph Nicolosi

Eine Einführung von Christl R. Vonholdt

Der kalifornische Psychotherapeut Joseph Nicolosi (1947-2017) hat weit über eintausend Männer, die an ichdystoner Homosexualität litten, begkeitet. Aufbauend auf den Erkenntnissen der Psychoanalyse (A. Freud, S. Radó, I. Bieber, C. Socarides), der Bindungsforschung (J. Bowlby) und seinen eigenen langjährigen Erfahrungen als Therapeut, stellte Nicolosi die These auf, dass es in der frühen Kindheit von Männern mit ichdystoner, also ungewünschter, Homosexualität häufig zu tiefgreifenden Bindungsirritationen und Bindungsverlusten in der Beziehung des Kindes zu Vater und Mutter gekommen ist. Die frühen, äußerlich oft subtil ablaufenden Bindungstraumata1 führten dazu, dass der sensible Junge sein männliches Selbst nicht ausreichend und sicher entwickeln konnte. Homosexuelle Handlungen, so Nicolosi, sind bei vielen seiner Klienten ein Abwehrmechanismus gegen den Schmerz, der aus diesem Bindungstrauma und den Folgen für das Leben des Klienten resultiert. Die Bedeutung der Trauerarbeit in der traumatherapeutisch ausgerichteten Therapie von Joseph Nicolosi weiterlesen

Wie Leihmutterschaft die Würde des Menschen verletzt

European Centre for Law and Justice (Hg.)

Leihmutterschaft verletzt die Würde des Menschen – der des Kindes und der Mutter. Das Kind wird zum Objekt eines Vertrages. Gemäß Vertrag wird das Kind empfangen, ausgetragen und ausgeliefert, in der Regel gegen Geld. Auch die Frau wird als Mittel zum gewünschten Zweck behandelt, als Gebärmaschine. Weder Frau noch Kind werden wie ein menschliches Wesen behandelt. Sie sind Objekte, Mittel zum Ziel.
Der folgende Artikel zeigt eine lange Reihe von Problemfeldern auf, die mit der Leihmutterschaft verbunden sind und ruft zum weltweiten Verbot dieser Praxis auf.
Weiterlesen: https://www.dijg.de/menschenrechte-grundrechte/leihmutterschaft-verletzt-menschenwuerde/

Sexualität und Geschlecht – Eine Zusammenfassung des Spezialreports von Lawrence S. Mayer und Paul R. McHugh

Christl R. Vonholdt

Unter dem Titel „Sexuality and Gender“ (Sexualität und Geschlecht) erschien im Herbst 2016 in der US-amerikanischen Wissenschafts-Zeitschrift „The New Atlantis“ eine umfangreiche Zusammenstellung der Forschungsergebnisse aus den Themenbereichen sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität. Die Autoren Lawrence S. Mayer und Paul R. McHugh analysierten weit mehr als 500 wissenschaftliche Artikel und Studien. Auf 142 Seiten mit 373 Fußnoten liegen ihre sorgfältig recherchierten Ergebnisse nun differenziert, klar und behutsam formuliert, vor. Eine Zusammenfassung und Kommentierung dieser Analyse findet sich hier: https://www.dijg.de/sexualitaet/mayer-mchugh-sexualitaet-und-geschlecht/

 

Transgender – Der persönliche Bericht eines Rückweges

Lisa.*

Eine Frau fühlt sich im falschen Körper. Hormonbehandlungen mit männlichen Hormonen und chirurgische Eingriffe zum „Geschlechtswechsel“ folgen. Doch dann kam eine ungeplante Wende. Lisa findet zurück zu ihrer wahren Identität, ihrem Frausein. Es ist ein langer, schmerzhafter, aber zutiefst lohnender Weg, der sie mit tiefer Freude erfüllt hat. Transgender – Der persönliche Bericht eines Rückweges weiterlesen

Transgender – Jungen mit Störungen der Geschlechtsidentität

Joseph Nicolosi

In der derzeit (noch) gültigen Klassifikationsliste psychischer Erkrankungen ist unter dem Oberbegriff „Störungen der Geschlechtsidentität“ die Diagnose „Störung der Geschlechtsidentität des Kindesalters“ (F64.2), abgekürzt GIS aufgelistet. Dort heißt es: „Diese Störung zeigt sich während der frühen Kindheit, immer lange vor der Pubertät. Sie ist durch ein anhaltendes und starkes Unbehagen über das zugefallene Geschlecht gekennzeichnet, zusammen mit dem Wunsch oder der ständigen Beteuerung, zum anderen Geschlecht zu gehören. Es besteht eine andauernde Beschäftigung mit der Kleidung oder den Aktivitäten des anderen Geschlechtes und eine Ablehnung des eigenen Geschlechtes. Die Diagnose erfordert eine tief greifende Störung der normalen Geschlechtsidentität…“1
In USA wie in Deutschland nimmt die Tendenz stark zu, GIS zu normalisieren und Transgender-Lebensformen als lediglich eine weitere Facette in der „sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt“ zu verbuchen. Man spricht von „trans Kindern“2 oder nur von „Transgender“3, als sei es etwas einfach Gegebenes.

Der amerikanische Psychotherapeut Joseph Nicolosi (1947 – 2017) beleuchtet das Problem von GIS bei Jungen. Er bezieht sich dabei auf eine amerikanische Fernsehsendung, zu der er eingeladen war.
Transgender – Jungen mit Störungen der Geschlechtsidentität weiterlesen

Transgender – Seit fünfzig Jahren „geschlechtsumwandelnde“ Operationen, ungelöste psychische Probleme und zu viele Selbstmorde

Walt Heyer

Vorbemerkung zum Artikel

2011 erschien in Schweden eine repräsentative, bevölkerungsgestützte Langzeitstudie, in der die Daten von 324 transsexuell lebenden Personen ausgewertet wurden, die alle eine „Geschlechtsumwandlungsoperation“ hinter sich hatten. Die Studie kommt zu dem Schluss: Die Selbstmordrate bei den operierten transsexuell lebenden Personen war fast zwanzigmal höher als in der Allgemeinbevölkerung. Etwa ab dem zehnten Jahr nach den Operationen stieg die Suizidrate rasant an.1 Transgender – Seit fünfzig Jahren „geschlechtsumwandelnde“ Operationen, ungelöste psychische Probleme und zu viele Selbstmorde weiterlesen

Ist eine Geschlechtsdysphorie angeboren? – Hinweise zur aktuellen Forschung

Christl R. Vonholdt

Immer wieder wird behauptet, Gehirnstudien hätten gezeigt, dass transgender [transsexuelle] Empfindungen, also eine Geschlechtsdysphorie oder Geschlechtsidentitätsstörung, angeboren seien. Man habe festgestellt, so heißt es zur Begründung, dass die Gehirne transgender lebender Personen in bestimmten Mikrostrukturen anders seien als die Gehirne anderer Frauen und Männer. Was sagt die Forschung dazu? Ist eine Geschlechtsdysphorie angeboren? – Hinweise zur aktuellen Forschung weiterlesen

Geschlechtsdysphorie bei Kindern und die Unterdrückung einer Debatte

von Michelle A. Cretella

Zwei Vorbemerkungen zum Artikel

In Deutschland haben einige Psychiater vorgeschlagen, der Gesetzgeber solle es jedem Menschen, der unter Geschlechtsdysphorie [Geschlechtsidentitätsstörung] leidet, freistellen, alleine und selbst über den eigenen Vornamen und die eigene Geschlechtszugehörigkeit zu entscheiden. Die psychiatrischen Gutachten, die bislang noch für einen Antrag auf einen juristischen Geschlechtswechsel erforderlich sind, müssten entfallen. Der neue Vorschlag entspreche dem Recht auf „Selbstbestimmung“ und stehe im Einklang mit „gender-theoretischen Argumenten“. Bei Kindern „unter 14 Jahren, bei denen der transsexuelle Wunsch noch instabil sein kann“, sollte die Wartezeit 12 Monate betragen, bevor das Standesamt dem Antrag auf juristischen Geschlechtswechsel stattgibt.1 Geschlechtsdysphorie bei Kindern und die Unterdrückung einer Debatte weiterlesen

Beziehungsraum Mutterleib

Christl R. Vonholdt

Was geschieht während der ersten neun Monate im Mutterleib? Läuft die Entwicklung, genetisch gesteuert, mehr oder weniger von alleine ab? Welche Rolle spielt die Umgebung, die Mutter und ihr Umfeld und die Qualität der Beziehung zwischen Mutter und Kind?

Anschaulich zeigt der Artikel auf, wie sehr die Beziehung zwischen Mutter und Kind die seelische, soziale und körperliche Entwicklung, insbesondere auch die strukturelle und funktionelle Gehirnentwicklung, des ungeborenen Kindes mit beeinflusst.
Weiterlesen: https://www.dijg.de/ehe-familie/bindung/mutterleib-vorgeburtliche-entwicklung/