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Stellungnahme

Stellungnahme für den Rechtsausschuss des Hessischen Landtags zum Gesetzentwurf für ein Gesetz zur Anerkennung eingetragener Lebenspartnerschaften im hessischen Landesrecht (2007, Drucksache 16/7331)

 

Im Gesetzentwurf geht es darum, „die Rechtsstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften in vielen Bereichen der von Eheleuten“[1] anzugleichen. In der Begründung heißt es, dass „die volle rechtliche Gleichstellung der Lebenspartnerschaft mit der Ehe geboten“[2] sei. Mit anderen Worten:
Beim Gesetzentwurf geht es in der Zielrichtung (auch wenn der Name noch vermieden wird) um die Einführung einer „homosexuellen Ehe“.

 

Dazu nehme ich wie folgt Stellung: Der Gesetzentwurf sollte abgelehnt werden, denn:

I. Der Gesetzentwurf berücksichtigt wichtige Fakten zur Homosexualität nicht angemessen.

II. Der Gesetzentwurf untergräbt das Leitbild der Ehe und schadet der Zukunft der Gesellschaft  durch Umdeutung ihrer tragenden Institute (Ehe und Familie).

 III. Der Gesetzentwurf stellt Ungleiches gleich.

IV. Der Gesetzentwurf trägt zur Identitätsverunsicherung und Desorientierung der heranwachsenden Generationen bei.

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Der kleine Junge – Ein Therapiebericht

Joseph Nicolosi, Ph.D.

 

In seiner Kindheit hat Albert zahlreiche schmerzliche Erfahrungen gemacht. Die Beziehung zum Vater war von Angst und Ablehnung geprägt. Auch die Mutter konnte ihn in seiner männlichen Entwicklung nicht wirklich unterstützen. Emotional abgekoppelt von Männern und dem Männlichen, romantisiert er als Erwachsener andere Männer. Der langjährig erfahrene Psychotherapeut Joseph Nicolosi stellt die Geschichte von „Albert“ vor, einem Mann mit ich-dystonen homosexuellen Empfindungen.

 

Albert kam vorsichtig in mein Büro, als sei er unsicher, warum er mich sprechen wollte. Er warf mir einen raschen, scheuen Blick zu und widmete sich dann der Fensteraussicht auf den Ventura Boulevard. „Freut mich, Sie zu sehen, Mr. O’Connor.“ Ich zeigte auf einen der Sessel. Er setzte sich zögernd.
Ich setzte mich ihm gegenüber und blickte in das blasse Gesicht eines gepflegt gekleideten, etwas vollschlanken jungen Mannes. Albert ließ seinen Blick durch mein Büro gleiten und sagte: „Ich mag Ihre Pflanzen. Ihr Büro könnte ein botanischer Garten sein.“

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Die Bedeutung der gleichgeschlechtlichen Anziehung

Joseph Nicolosi, Ph.D.

 

Der Autor und Psychotherapeut stellt seine langjährigen Erfahrungen aus der Begleitung von Männern mit ich-dystoner Homosexualität vor, Männern, die ihre homosexuellen Gefühle nicht als konstitutiv für ihre Selbstidentität ansehen.

 

Im Lauf von zwanzig Jahren klinischer Arbeit mit homosexuell orientierten Männern, die unter ihrer Homosexualität leiden, d.h. sie als ich-dyston erleben, bin ich zu der Auffassung gekommen, dass homosexuelle Akte in vielen Fällen eine Art „Reparation“ sind.

Der Begriff des „reparativen“ Antriebs (reparative drive) ist in der psychoanalytischen Forschung gut bekannt. Homoerotisches Verhalten ist ein Versuch zur Reparation: Durch homosexuelles Verhalten versucht der Mann, ungestillte affektive Bedürfnisse in der Beziehung zum eigenen Geschlecht (Aufmerksamkeit, Zuneigung und Anerkennung von männlicher Seite) zu stillen und Verunsicherungen in der Identifikation mit dem eigenen Geschlecht zu beheben.

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