Archiv der Kategorie: Homosexualität

In dieser Rubrik geht es um Personen mit ich-dystonen bisexuellen und homosexuellen Empfindungen, um Personen also, die diese Empfindungen nicht als konstituierend für ihre Identität ansehen.

Männlichkeit muss errungen werden

Männlichkeit muss errungen werden

Joseph Nicolosi

Die aktuelle Forschung bestätigt, dass homosexuelle Neigungen nicht einfach angeboren sind. Wie kann man sich die Entwicklung von homosexuellen Neigungen dann vorstellen? Wie entsteht psychische Männlichkeit und wie festigt sich männliche Identität? Welche Rolle spielt die Beziehung zum Vater? Welche Dynamik bekommt erotisches Begehren in der Pubertät, und was könnte ein homosexuell empfindender Junge in der Pubertät in anderen Männern suchen? Der folgende Artikel aus dem Buch von Joseph Nicolosi, PhD, „A Parent’s Guide to Preventing Homosexuality“ (2017) gibt einige Antworten aus der Praxis eines psychodynamisch arbeitenden Psychotherapeuten.

 

Während die Frau eine Frau ist, muss der Mann erst zu einem werden. Männlichkeit ist riskant und schwer zu greifen. Sie wird in der Auflehnung gegen eine Frau errungen und nur durch andere Männer bestätigt. 

Camille Paglia, lesbisch lebende Aktivistin

 

Zutiefst liegt der Homosexualität ein ungelöster Konflikt über die eigene Männlichkeit zugrunde. Beim Jungen sehen wir üblicherweise eine emotionale Wunde, die seine Männlichkeit betrifft. Sie entstand in der Kindheit und führte dazu, dass der Junge sich als „anders“ als die anderen Jungen ansah. Solche Verwundungen in Bezug auf die eigene (zu entwickelnde) Männlichkeit führen meist zu stillen, heimlichen Ängsten, von denen die Eltern oder Angehörigen höchstens etwas vermuten. Der Junge aber hat sie gespürt, solange er sich erinnern kann. Dieses Gefühl des „Andersseins“ hat in ihm ein Gefühl der Minderwertigkeit und der Isolation von anderen Jungen und Männern entstehen lassen. Bei einigen Jungen ist die Verunsicherung in Bezug auf die eigene Männlichkeit deutlich zu erkennen. Dazu möchte ich einige Beispiele nennen, zunächst das von Stevie. Seine Geschichte ist ungewöhnlich.

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